VBA für ExcelZu Beginn der Semesterferien (nach den Prüfungen) hält der
Autor an der Hochschule für
Technik Stuttgart üblicherweise den Kurs "VBA für Excel" (mit
Übungen). Unter der Voraussetzung, daß die Teilnehmer sowohl mit Excel
umgehen als auch in Java programmieren können, führt dieser Kurs binnen
einer Woche zum einen in "Visual Basic for Applications" (VBA) ein, vor
allem aber zeigt er, wie man Excel von VBA heraus steuern
und auf die Bestandteile von Excel-Dokumenten zugreifen kann. Eine Reihe von (aufeinander aufbauenden) Übungen vertieft die
in der Vorlesung erworbenen Kenntnisse und zeigt (Studenten wie
Vortragendem) etwaige Verständnislücken auf. Wie beim Autor üblich, werden dabei alle Übungsaufgaben nach
einer Weile von Autor selbst live(!)
und vor den Augen der Kursteilnehmer gelöst: da ein Programm selten von
oben nach unten erstellt wird, bekommen die Studenten auf diese Weise
sofort einen Eindruck davon, wie bei der Programmierung am besten
vorgegangen wird. Und da auch ein Dozent Fehler macht, erfahren die
Teilnehmer sogleich, wie man innerhalb der Excel-Programmierumgebung
Fehler sucht und beseitigt...
Noch ein Hinweis: auch wenn sich
der Kurs zunächst einmal an Excel-Benutzer richtet (und auch die
Übungen nur unter Excel getestet wurden), sollten Benutzer der OpenOffice-Produkte (ab
Version 3.0) inzwischen ebenfalls davon profitieren können -
erste Tests haben gezeigt, daß die meisten der für Excel geschriebenen
Makros auch unter OpenOffice funktionieren müßten!
KursübersichtAm ersten Tag wird (nach den
üblichen organisatorischen
Vorbemerkungen) "im Schnellverfahren" in die Programmiersprache "Visual
Basic for Applications" (VBA) eingeführt. Vergleiche zu Java sollen den
Einstieg vereinfachen, trotzdem ist dieser Teil, der sich mit Syntax
und Semantik von VBA befaßt, vergleichsweise mühsam - zumal auch die
Übungen anfangs eher trocken anmuten. Hier ist Durchhaltevermögen
angesagt - glücklicherweise werden die folgenden Tage aber zunehmend
spannender! Am zweiten Tag wird das
Excel-Objektmodell erläutert. "Objektmodelle" sind heutzutage
allgegenwärtig - außerdem wird sich, wer das Excel-Objektmodell
verstanden hat, auch in den restlichen Office-Programmen problemlos
zurechtfinden. Mithilfe der in Excel eingebauten Programmierumgebung
kostet das Durchforsten des Objektmodelles ohnehin kaum Mühe. Und am
Ende des Tages werden Sie mit den ersten optisch ansprechenden Übungen
für Ihr Durchhaltevermögen belohnt: das "Highlight" ist ein
Jahreskalender mit einer Anzeige für Feiertage und persönliche Termine. Der dritte Tag steht im
Zeichen der "Ereignis-gesteuerten Programmierung": Sie lernen, wie man
(Formular- und Active-X-)Steuerelemente auf einem Tabellenblatt
plaziert und auf Benutzereingaben reagiert. Der Vortrag ist (leider)
wieder mit Unmengen an Informationen vollgespickt, glücklicherweise
sind die Steuerelemente jedoch sehr systematisch aufgebaut: wer das
Grundprinzip einmal begriffen hat, kommt mit anderen Steuerelementen
schnell zurecht. Am Ende des Tages werden Sie Ihre ersten
Eingabeelemente programmieren, das "Highlight" der Übungen ist jedoch
"Vanity rückwärts": lassen Sie sich von Excel anzeigen, welche
Zifferntasten Sie drücken müssen, um auf Ihrem Handy eine SMS mit einem
vorgegebenen Text zu erzeugen.
Am vierten Tag lernen Sie,
wie man komplette Eingabeformulare anlegt und ausliest - wenn Sie vom
Vortag her noch wissen, wie man mit Steuerelementen umgeht, sollte der
heutige Tag keine sonderlichen Schwierigkeiten bereiten. Darüber hinaus
gibt der Autor ein paar praktische Tips zur Erstellung nicht-trivialer
Programme - angesichts der Kürze der Zeit wird dabei jedoch
zwangsläufig nur die Oberfläche der Thematik angekratzt. Am Ende des
Tages können Sie Ihr erworbenes Wissen einsetzen, indem Sie ein
"Zahlen-Memory" programmieren: bereiten Sie ein neues Spiel vor und
verfolgen Sie die Aktionen des Benutzers bis zu dessen Erfolg oder
Aufgabe... Der fünfte und letzte Tag macht
Sie mit weiterführenden Themen wie z.B. dem Einsatz externer Objekte,
dem Zugriff auf Dateisysteme und Dateien, dem Versand von
EMail-Nachrichten oder dem Einsatz von Web-Abfragen vertraut. Die
Übungen halten außerdem noch ein besonderes "Schmankerl" für Sie
bereit: erstellen Sie ein Programm zur (Generierung und) Lösung von
Sudoku-Rätseln!
Begleitmaterial zum KursFolgendes Material steht Ihnen zum Herunterladen zur Verfügung:
Literaturhinweise
|
||||||||||||||||||||||||